Magazin

Filmbeitrag zum Herbstferienprogramm 2011

DenkSport ist ein Ferienprogramm für Kinder der 5. und 6. Klasse, das logisches Denken und sportliche Aktivitäten verknüpft, um die Freude am Lernen zu stärken und das Fach Mathematik in einer neuen Gestalt kennen zu lernen. Kognitive und physische Fähigkeiten und Fertigkeiten werden auf spielerische Weise gefördert. Das Programm findet in den Osterferien und Herbstferien im Neustadtzentrum in Mainz statt und wird von Lehramtsstudierenden der Universität, insbesondere aus den Fächern Sport und Mathematik, betreut. In diesem Videobeitrag kommen Dozenten, Studentinnen und Schülerinnen und Schüler zu Wort.
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Dienstag:
Am zweiten Tag des Projektes DenkSport hatten die Kinder Tanzen und das Spiel Klonk als Programmpunkte. Der erste Programmpunkt war Tanzen, bei dem die Kinder alle sehr motiviert waren und Spaß hatten. Die Teilnehmer sollten sich an das Thema Tanzen durch verschiedene Spiele annähern. Bechertanz war das erste Spiel. Dabei sollten die Kinder zu zweit als Paar mit Bechern auf dem Kopf tanzen und dabei verhindern, dass dieser auf den Boden fällt. Nachdem dieses Spiel mehrere Durchgänge mit verschiedenen Variationen durchgeführt würde, war Stopptanz an der Reihe. Dieses Spiel traf bei den Kindern auf Begeisterung, da sie dieses Spiel bereits kannten und sie konnten sich austoben. Sie haben alles gegeben und sehr ausgiebig getanzt. Damit die Kinder sich einen eigenen Tanz ausdenken und einüben konnten, sollten sie sich eines von vier Liedern auszusuchen, nachdem sie in vier Gruppen eingeteilt wurden. Mit den Betreuern verteilten sich die Kinder im Neustadtzentrum und auf dem Gelände, damit sie genug Platz hatten und sie nicht von der Musik der anderen abgelenkt wurden. Die Kinder waren sehr kreativ und haben mit sehr viel Eifer an ihrer eigenen Choreografie gearbeitet. Jedes Team hat circa eine Minute des Liedes bearbeitet und dem Rest der Gruppe präsentiert. Dieser Programmpunkt hat alle Kinder und Betreuer sehr begeistert und es hat allen viel Spaß gemacht.
Mathematik und Sport sind beim Tanzen direkt miteinander verknüpft. Denn die Bewegung wird passend zu einem Rhythmus und einem bestimmten Takt entwickelt und getanzt. Dieser Takt lässt sich durch Zählen verdeutlichen und erleichtert dadurch die Entwicklung einer Choreografie und die Vorstellung dieser.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde den Kindern das Spiel Klonk erklärt, jedoch ist dieses sehr kompliziert und erforderte ein gewisses Maß an Taktik. Einige Kinder zeigten großes Interesse. Als die Kinder ihren Gruppen zugeteilt wurden, Zwerge und Trolle die Spielfiguren des Spiels, verteilten sich die Kinder auf dem Spielfeld, welches auf dem Boden des großen Saales aufgeklebt war. Die Trolle durften sich über das Feld wie ein König beim Schach bewegen und die Zwerge wie die Dame beim Schach. Da die Zwerge sehr viel kleiner als die Trolle waren, mussten sie sich gegenseitig helfen, um einen Troll aus dem Feld zu schubsen. Um die Stimmung aufzulockern und für mehr Bewegung, spielten die Kinder im Außenbereich verschiedene Spiele. Das taktische Denken und Planen eines Zuges mit seinem Team fördert die Orientierung im Raum, die Teamfähigkeit und das vorausschauende Handeln.

Mittwoch:
Am zweiten Tag des Projektes DenkSport erwarteten die Kinder die Programmpunkte Tanzen und das Spiel "Klonk". Dem Tanzen näherten sich die Kinder durch verschiedene Spiele an, wie beispielsweise den Bechertanz und Stopptanz. Diese Spiele weckten die Begeisterung sich tänzerisch zu bewegen und motivierten für die anschließende, eigenständige Choreografie-Erstellung in Kleingruppen. Die Kinder waren dabei sehr kreativ und haben mit deutlichem Eifer an ihrer eigenen Choreografie gearbeitet und diese dann auch nacheinander der ganzen Gruppe vorgestellt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde den Kindern das Spiel "Klonk" erklärt, ein Strategiespiel, das ein gewisses Maß an Taktik erfordert. Einige Kinder zeigten großes Interesse. Im Spiel gibt es das Team der Trolle und das der Zwerge, die auf einem großen Schachbrett gegeneinander antreten, wobei die Kindern in die Rolle der Spielfiguren schlüpfen. Je nach Wesen gibt es unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten, was taktisches Denken und Planen eines Zuges mit dem Team fördert und gleichzeitig die Orientierung im Raum, die Teamfähigkeit und das vorausschauende Handeln schult. Im Außenbereich wurden dabei verschiedene Kleinspiele durchgeführt, um Gelegenheiten für Konzentrationspausen und Bewegung zu bieten.

Donnerstag:
Am Donnerstagmorgen stand Geocaching auf dem Programm. Hierzu hat Gero uns nach dem leckeren Frühstück eine Einführung in die GPS-Geräte gegeben und uns erklärt, was die Aufgabe der Geocaching Tour ist: Er hat uns die Koordinaten von fünf verschiedenen Punkten in Mainz aufgeschrieben, zu denen wir der Reihe nach mit Hilfe der GPS Geräte gelangen sollten. An den fünf Orten angekommen, mussten wir erst einen Tennisball finden, der uns sagte, dass wir hier richtig sind und im Anschluss noch einige Rätsel lösen. Nachdem das erste Ziel gefunden wurde, durften wir ein mathematisches Rätsel lösen oder eine sportliche Aufgabe erfüllen, um möglichst viele Buchstaben eines Lösungswortes zu erhalten. Hatten wir den Tennisball doch nicht gefunden, mussten wir leider ohne Rätsel die nächsten Koordinaten finden und haben auch keine Lösungsbuchstaben bekommen. Rätsel waren beispielsweise Puzzle oder Fragestellungen, wie „Wie kann man die Zahl 666 um die Hälfte vergrößern, ohne diese durch eine Rechenoperation zu verändern?“ Aber ganz so leicht war das nicht, denn die Frage war erst verschlüsselt aufgeschrieben, also mussten wir vorher noch den Code knacken. Beim letzten Rätsel sollten wir zum Beispiel herausfinden, wie man mit nur fünf Streichhölzern die Zahl 8 darstellen kann. Der Trick dabei war es Römische Zahlen zu verwenden: VIII! Als sportliche Aufgabe sollten wir nun noch in einer bestimmten Zeit einen Tischtennisball im Staffellauf eine bestimmte Strecke auf einem Löffel transportieren. Das sieht definitiv einfacher aus als es ist. Die Kinder haben sich hier aber deutlich besser angestellt als die Betreuer J. Dann ging es auch leider schon mit den letzten Koordinaten zurück ins Neustadtzentrum, wo wir mit unseren gewonnenen Buchstaben das Lösungswort gefunden haben: Osterferien.
Am Nachmittag haben wir dann einen Fittness-Denk-Zirkel absolviert. Dazu haben wir in Gruppen wieder verschiedene mathematische und sportliche Aufgaben gelöst, von Unterarmstützbrücken und Dosenwerfen über Ball in der Luft bis hin zu Rätseln wie „Ludwig bezahlt gerne passend, aber er möchte möglichst wenig Münzen mit sich herumtragen. Wie viele Münzen muss er mindestens bei sich führen, damit er alle Beiträge zwischen 0,01€ und 2,00€ passend genau bezahlen kann?“ war alles dabei. Bei so viel Abwechslung haben alle gut zusammengearbeitet und sich natürlich auch über die kleine Schokoladenbelohnung für die erfolgreiche Teamarbeit gefreut.  Nur leider war nach dem Fitness-Denk-Zirkel ein weiterer toller Denksporttag vorbei.

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