DenkSport aus der Sicht einer Bundesfreiwilligenbediensteten

Rückblick

Ferienprogramm Denksport

Das Ferienprogramm Denksport fand in den diesjährigen Herbstferien zum vierten Mal statt. Vom 8.-12.Oktober 2012 trafen sich täglich 25 Schüler aus der 5. und 6. Klasse und sechs Lehramtsstudenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Neustadtzentrum, um sich spielerisch mit Mathematik und Sport auseinanderzusetzen. Angeleitet wurden die Studenten durch eine wissenschaftliche Hilfskraft der Fachdidaktik Mathematik und einer Pädagogin aus dem Neustadtzentrum.

Das Schlossgymnasium Mainz zeigte sich dieses Jahr zum ersten Mal als neue Partnerschule für das Projekt. Bisher nahmen bereits Schüler der IGS Hechtsheim, der IGS Anna Seghers und der Anne-Frank Realschule Plus, sowie Kinder aus dem 05er KidsClub teil. Die Heterogenität der Zusammensetzung machte sich durchweg positiv bemerkbar. Die Studenten und die Betreuer des Projekts trafen sich im Vorfeld mehrfach, um das Programm für die Ferienwoche zu planen. Dabei musste darauf geachtet werden, dass die Programmpunkte den Kindern Spaß bereiten und zudem mathematische Inhalte mit Bewegungselementen gekoppelt sind.

Die einzelnen Tage in dieser Woche hatten einen festen Ablauf. Jeden Morgen wurde zusammen gefrühstückt und anschließend mit dem vorbereiteten Programmpunkt zum Denken angeregt. Zum Mittag hin wurde je eine Gruppe von fünf Schülern ausgelost, die mit großer Begeisterung das Mittagessen gemeinsam mit zwei Studenten vorbereiteten. Währenddessen konnten sich die anderen Schüler aussuchen, ob sie sich auf dem naheliegenden Sportplatz oder in den Räumen des Kinder-, Jugend- und Kulturzentrums Neustadtzentrum aufhalten und dort etwas spielen wollten.

Nachdem alle gemeinsam gegessen und die Tische abgeräumt hatten, begannen die etwas komplexeren Lernspiele und Knobelaufgaben, wobei der spielerische Aspekt niemals in den Hintergrund gedrängt wurde.

Gegen Ende versammelten sich alle in einem Sitzkreis um den vergangenen Tagesablauf zu reflektieren. Dabei konnte jeder seine eigene Meinung äußern, Wünsche abgeben oder Lob und Kritik mitteilen.

Am letzten Tag der Woche bereiteten alle Beteiligten gemeinsam eine Präsentation für die Eltern vor. Jedes Kind hatte die Chance, einen kleinen Teil der Woche anhand von gezeigten Fotos vorzustellen. Auch selbstgebastelte Dinge oder kleine Spiele wurden den Eltern vorgeführt.

Ein Beispiel für die Nachmittagsgestaltung ist die Knobelolympiade. Bei dem Spiel gab es ca. 13 Stationen zwischen denen die Kinder wechseln mussten. Die Stationen befassten sich mit verschiedensten Denk-, Knobel- und Bewegungsaufgaben und wurden durch die abwechslungsreiche Gestaltung nicht langweilig. Da die Kinder von den Studenten in kleine Gruppen eingeteilt wurden, konnten sie sich gegenseitig motivieren und unterstützen, wodurch auch der Teamgeist bei den Schülerinnen und Schülern stieg. Eine anschließende Siegerehrung spornte die Kinder an, sich auch im weiteren Verlauf der Woche Mühe zu geben.